Ortsverband Gostenhof

BÜNDNIS 90

DIE GRÜNEN

 
Lärmschutz an der Austrasse!!

Deutsche Bahn zeigt sich schwerhörig 

 

Der geplante Neubau  des Ausbesserungswerkes der DB Mittelfranken auf dem Gelände des ehemaligen Container-Verladebahnhofs an der Austraße in Gostenhof wird nach allen bisherigen Untersuchungen mit einer erhöhten und vor allem auch nächtlichen Lärmbelästigung für die AnwohnerInnen einhergehen. 

Der vorgesehene Einbau von Lärmschutzfenster ist aber für die Anwohner keine befriedigende Lösung, da sie sich in ihrer Lebensqualität eingeschränkt fühlen. Denn Lärm muss vorrangig aktiv - also an der Quelle - bekämpft werden. 

 

Die Forderungen nach Kompromissen stoßen bei der DB AG  bisher offenbar auf taube Ohren. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage des Bundestagsabgeordneten und Verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion,

Dr. Toni Hofreiter hervor. Die Bahn verschanzt sich hinter dem Argument, dass das Planungsverfahren abgeschlossen und rechtlich abgesichert sei.  Nur für den Fall, dass die Lärmwerte wider Erwarten nicht eingehalten werden, behält sie sich die Prüfung 

von aktiven Lärmschutzmaßnahmen vor. 

Die von der Bürgerinitiative Lärmschutz Austraße vorgeschlagene Einhausung der  

Waschanlage mit Solarzellen, die Schallschutz und Energiegewinnung verspricht, wurde von der Bahn AG mit Hinweis auf die abgeschlossene Planung bisher nicht weiter betrachtet. 

 

Deshalb fordert die Grüne Stadträtin Christine Seer in ihrem Stadtratsantrag vom 25.01.10, dass die Stadt Nürnberg zum „ Schutz der Anwohner von DB Regio weiterhin bestmögliche Lärmschutzmaßnahmen einfordern (wird). Der Antrag wird mit einem Sachstandsbericht am 22.04.2010 im Umweltausschuss des Stadtrats behandelt. Dazu Christine Seer: „Trotz stichhaltiger Argumente und zahlreicher Appelle an die Bahn will DB Regio aus Kostengründen auf die Einhausung der lärmverursachenden Innenreinigungsanlage verzichten. Die Grünen unterstützen den Vorschlag der Lärminitiative, zur Finanzierung der Einhausung Photovoltaikanlagen auf dem Bahngelände zu errichten.“ 

Paul Müller, Sprecher des Ortsverbandes Gostenhof der B90/Grünen Nürnberg bedauert den Kurs der DB AG in dieser Angelegenheit, der  das neue Motto einer „freundlichen Bahn“ vermissen lässt. " Die Bahn sollte auf die Bedenken und Vorschläge der Anwohner vor dem Bau des Werkes reagieren und nicht erst, wenn die Anwohner in aufwendigen Prozessen nachgewiesen haben, dass die Grenzwerte nach der Fertigstellung nicht eingehalten werden." 


Hier die Antwort der Bundesministeriums auf die kleine Anfrage von Dr. Toni Hofreiter, MdB. 17-1061 Hofreiter -B90-GRÜNE.pdf